Der Wald von Tronçais
- im 18. Februar 2011
- von Ben
- in Auvergne
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Der Wald von Tronçais ist ein Zauberwald. Er liegt im nördlichen Teil der Auvergne an der Grenze zur Bourgogne. Mythen und Legenden umgeben die mehrere jahrhundertealten Bäume.
So erzählen die Geschichten der Einheimischen von Nymphen und Feen die dort im Unterholz lebten oder auch vom Font de Viljot, einen Brunnen, der die Zukunft voraus sagen kann.
Einst war der alte Wald im Besitz der Herzoge von Bourbon. Nach einer Konfiszierung durch den Staat fand ein regelrechter Kahlschlag statt. Dabei wurden über 70 Prozent des Waldbestandes abgeholzt. Das Eichenholz wurde und wird teilweise noch heute zur Herstellung von Weinfässern für die Grands Crus aus dem Weinanbaugebiet der Bourgogne verwendet.
Jean-Baptiste Colbert, gilt als der Gründer der französischen Seemacht, rettete den Wald vor der entgültigen Vernichtung in dem er die Bäume für die königlichen Werften reservierte. So durfte niemand mehr, außer der König selbst, dort Bäume fällen. Diese Ereignisse fanden um das Jahr 1670 statt.
Aus dieser Zeit sind
einige Bäume erhalten und heute als wahre Riesen zu bestaunen. Den Mächtigsten ihrer Art hat man sogar Namen gegeben. Somit lohnt ein Ausflug in den Wald von Troncais um die imposanten Zwillinge Chênes le Jumeaux mit 5,10m und 4,45m Stammumfang zu sehen oder die Chêne Carré mit über 6,35m Umfang. Auch den ältesten Baum in der Gegend, die Chêne la Sentinelle aus dem Jahre 1580 mit über 6,50m Stammumfang ist sehenswert.
Neben diesen gibt es noch eine Vielzahl uriger Bäumen zu entdecken, die an Bächen und Seen die Jahrhunderte überdauerten.








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